Nachts stundenlang wach liegen. Ständig Ablenkung suchen, weil sich sonst die Gedanken um die eigene Sterblichkeit in den Vordergrund drängen. Diese Angst vor dem Nichts, der Endlichkeit, der Unausweichkeit.
Panikattacken, instinktive Fluchtreaktion des Körpers, aber es gibt kein Entkommen. Ich hasse es so sehr.
In solchen Momenten wünschte ich, ein spiritueller Mensch zu sein, oder ein religiöser. Hauptsache irgendetwas glauben, das das Ende weniger furchteinflößend macht.
Die ME/CFS-Stagnation tut ihr übriges. Jedes Jahr ist dasselbe, das Leben zieht an mir vorüber und ich kann nichts tun. Nicht verreisen, nicht an sozialen Aktivitäten teilnehmen, keine großen Pläne schmieden. Es bleibt das Warten auf den Tod.